Implus: Das Gleichnis vom Senfkorn

Matthias Kreplin, Oberkirchenrat
Februar 2020
 
Jesus erzählte folgendes Gleichnis:
Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; das ist das kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle Kräuter und wird ein Baum, dass die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen. (Mk.4,31+32)

Die neue Welt Gottes, das Reich der Gerechtigkeit und des Friedens, die Welt, in der alle ein Auskommen haben und das Leiden der Schöpfung ein Ende hat, diese neue Welt Gottes keimt schon auf unter uns - vielleicht noch klein und unscheinbar: Was soll aus einem solchen kleinen Senfkorn noch werden? Vielleicht noch zweifelnd und fragend: Wird jemals etwas aus dieser Pilgerwegs-Community werden? Vielleicht noch hoffnungslos: Sind die Mächte der Gewalt und Zerstörung nicht größer als die Kraft des Friedens und der Gerechtigkeit?
Und doch wächst das Senfkorn und einmal wird es zum Baum, mehr als alle jemals erwartet werden. Und auch die Vögel unterm Himmerl werden darin einen Platz finden.
Es braucht nur Menschen, die es einsäen auf den Acker der Welt...